Auszug aus dem unveröffentlichten Werk "Ali wird auf dem Sklavenmarkt von Tunis verkauft und wird zum gekreuzigten Jesus"
Ein Versuch des Autors, erstmals ein Werk im Sinne des göttlichen Marquis de Sade zu schreiben, verbunden mit einer Erklärung, wie Jehan, der Bewohner des 32. Jahrhundert's vom Planeten G432 oder H741, der Menschheit das Christentum beibringt. Die Feder des Autors wurde geführt von diesem und der Autor distanziert sich ausdrücklich von so einer häretischen Verzerrung, die behauptet, quasi die Urfassung der 4 Testamente zu sein, die den Kern des Neuen Testaments bilden, da die Verfassung eines solchen Werks dazu führen könnte, dass er schnurrstracks in die glühendheisse Hölle hinabfahren würde, wie der Vetter Franz in der "Schönen Helena" von Wilhelm Busch.
Das Buch ist in der Sammlunng der Werke des Autors, der so viele Werke schreiben wollte wie die Kabbala Sepiroth aufweist, das Werk das die versteckte Sepiroth, oder eher, wie es Dion Fortune sagt, den versteckten Punkt Daath darstellen soll und ist, wie es seinem Platz entspricht, nicht einsehbar! Deshalb bietet der Autor das Werk auch nicht in Buchform an, sondern beschränkt sich darauf, Auszüge davon hiernach zu publizieren.
1) Ali's Herkunft
Eigentlich heisse ich Hans, italienisch Giovanni, bin der Bruder des später zum Eremiten gewordenen Koni von Ardez und bin in Ardez im schönen Engadin geboren! Jetzt aber muss ich nackt auf einer Verkaufsplattform in einem Sklavenmarkt im muselmanischen Nordafrika stehen. Mein nackter Körper ist allen Blicken der Gaffenden, seien sie ernsthafte Kaufinteressenten oder einfach Neugierige, ausgestellt. Ich zwinkere mit den Augen, zwicke mich schmerzhaft in meinen Arm um herauszufinden, ob ich träume. Nein, muss ich feststellen, ich bin hellwach, ich spüre den Schmerz! Und plötzlich kommt's mir wieder, wieso ich hier stehe:
Ich habe mich eingeschifft in Amsterdam um nach Nordamerika zu segeln, mein Schiff aber geriet in einen Sturm und wurde von Piraten gestürmt. Obwohl ich mich ins
Meerwasser fallen liess um mich zu retten, als es klar war, dass wir gegenüber den Piraten keine Chancen hatte, wurde ich von diesen aus dem Meer gefischt. Sie haben mich gefesselt und ins Unterdeck eingesperrt. Und natürlich ist das eine ganz neue Erfahrung für mich, ich bin das erste Mal auf der Plattform eines Sklavenmarktes und natürlich schäme ich mich, so ganz nackt ausgestellt zu sein und für alle, die Geld haben, käuflich zu sein! Denn ich bin nicht Sklave, ich war bis anhin ein freier Mensch. Ich wurde von den skrupellosen Piraten gefangen und zum Sklaven gemacht, weil sie sonst nichts fanden auf dem Schiff auf dem ich gesegelt war! Es hatte nicht viel Interessantes für die Piraten auf dem Schiff. Nur mich und mein Gepäck, neben Sand und Erde, das die Schiffsbetreiber als natürlichen Ballast geladen hatten. Eigentlich hätten die Piraten mich am liebsten gegen Lösegeld freigelassen. Doch wer soll denn Lösegeld für mich bezahlen? Ich habe keine Familie, bin weggelaufen von daheim, da ich in der vielköpfigen Familie meines Vaters eh überzählig war, da mich meine Mutter eh nicht ausstehen konnte, da ich die Furcht war auseiner geheimen Beziehung die mein Vater gehabt hatte mit der Wirtshaustochter vom Wirt der Schenke "Zum Paradiesvogel". Meine Mutter hasste mich, sie tat alles, um mich zu erniedrigen. Sie hat mir nicht gesagt, dass ich der Sohn einer Wirtshaustochter, sei, nein, das hörte ich von meinen Kollegen in der Schule und auf der Strasse. Meine Mutter sagte nur, als ich sie mit diesem Gerücht konfrontierte, ich sei ohne Vater, sie schaute mich dabei scheel und von der Seite an, sagte ironisch nur, der Samen, der das Ei befruchtet habe, aus dem ich entstanden sei (sic!) stamme wahrscheinlich vom Lieben Gott selbst, obwohl sie das selbst nicht glauben könne. Sie müsse das nur annehmen, denn einige Wochen vor meiner Niederkunft sei ihr ein überirdischen Wesen erschienen, mit Flügeln aber auch mit Hörnern ausgestattet, fügte sie hinzu um mir wahrscheinlich zu sagen, dass ich ein teuflisches Wesen sei und der soll gesagt haben: "Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir." Sie sei erschrocken über die Anrede, sagte sei und habe überlegt, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da habe dieser geflügelte und gehörnte Engel zu ihr gesagt: "Fürchte dich nicht, denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben." Sie habe das nicht einfach so akzeptiert, nein, sie habe diesem geflügelten Wesen geantwortet: "Wie soll das geschehen , da ich keinen Mann erkenne?" Der Engel aber habe geantwortet: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden." Ja, dies hat sie mir gesagt, als ich sie direkt fragte, ob die Gerüchte stimmten, dass ich nicht ihr Sohn sei. Sie weigerte sich auch, mehr zu sagen und ich habe diese Aussage für das genommen, was sie ist, nämlich bloss eine ironische Anwort auf meine dumme Frage, denn ich hatte bereits mehrmals diesen Text aus dem Lukasevangelium gehört in der Kirche, ausser der Bemerkung, natürlich, das geflügelte Wesen, das Maria besucht habe, habe gleichzeitig Hörner getragen! Und im Nachhinein muss ich sagen, natürlich, dass diese Hörner Aufschluss geben über vieles, was meinen Charakter betrifft!
Ja ich stand auf der Plattform und fühlte mich wie jemand der auf das Tiefste im Leben herabgesunken ist, nicht einmal selbst über seinen Körper bestimmen kann.
2) Ali erfährt von einer inneren Stimme, dass er auserkoren ist, in niedrigster StellungDemütigungen zu erleiden und zur Sühne seiner Sünden (zu denen er durch mehrere Herren gezwungen wird) und für die Sünden aller Menschen auf dem Kreuz zu sterben
Doch der Händler war stolz auf sich und auch auf die gute Ware, die er seinen prospektiven Kunden anbot, schien mir, und plötzlich fiel es mir auf, an wen er mich erinnerte, dieser Händler! An den Krieger nämlich, der mir mit seinem breiten Zweihänder über den Kopf geschlagen hatte. Und nun kam es mir plötzlich in den Sinn, was ich gesehen hatte, damals, wie ich, der ich nicht schwimmen kann, in den Salzfluten tauchte und, da mir die Luft ausging, bewusstlos wurde! Plötzlich schien mir, ich knie, auf harten, spitzigen Steinen und peitsche mir mit dem Gurt den Hintern, am Rande eines herrlichen Bergsee in den Bergen nicht weit von Ardez, inmitten von dunklen, undurchdringlichen Bäumen direkt neben dem Spiegel des kristallklaren Wassers des Bergsees! Und eine Stimme ertönte in meinem Innern: "Jetzt endlich habe ich Dich, Du engelhaft schöner Jüngling, Du Liebling aller Männer und Frauen und besonders Lukrezias, der schönsten Frau Italiens! Hier liegst Du am Boden und bald wirst D
u wieder auferstehen, denn tot, ertrunken wie Du es vorhin wähntest, bist Du überhaupt nicht, mein ewig junger Giovanni! Und dann plötzlich realisierte dass vor mir, der nackt kniete und mich peitschte, ein kleiner arabischer Bub kauerte, der mit einer Kugel spielte und explizit wegschaute vom See und etwas anderem, das ihn noch mehr störte!
Ich blickte in die Richtung, wohin er nicht schaute und erblickte eine nackte Person die wie ein Ballettänzer auf einem Stein neben ihm balancierte und wie ich genauer hinsah, ich musste mich konzentrieren, mich gleichzeitig den Hintern mit dem Gurt blutig zu schlagen und gleichzeitig konzertriert auf die Seite zu schielen, sah ich, wer diese Elfe oder eher der Erlkönig war, es war ich, so wie ich jetzt im Alter aussehe! Die Stimme in mir lachte und sagte: "Ja, Du bist gleichzeitig der Erlkönig und der Sklave, der sich selbst schlägt. mein Givovanni. Du bist auserkoren von mir, die Passion in einer mir genehmen Form zu vollziehen. Du wirst Sklave werden von den Ungläubigen (nun, wie Du es meinst), wirst von Ihnen auf's Schlimmste missbraucht und misshandelt werden und schliesslich in die Sklavenschaft verkauft werden und dann wirst Dum Du Menschensohn, gekreuzigt werden um wieder aufzuerstehen im Paradies zusammen mit dem kleinen Istvan, der Dich liebt und begehrt und jetzt vor Dir liegt und mit der Erdkugel spielt. Ja, Giovanni, bald wirst Du Ali genannt werden, ein kommuner Sklavenname unter Deinen Feinden! Du bist mein Sohn, der Körper, in den ich mich begeben habe um der Welt eine neue Religion zu bescheren. Freue Dich und gräme Dich nicht allzusehr, Du mein liebstes Kleinod, denn Du wirst, nachdem Du als der niedrigste aller Sklaven gedient hast und Dein Leben auf dem Kreuz ausgehaucht hast, um für die Sünden der Menschen zu bezahlen, im Himmel landen und neben mir wirst Du sitzen auf einem goldenen Thron!
) Er wird gekreuzigt, fährt hinab in die Hölle und später hinauf in den Himmel und später wird er, wenn er der Stimme traut, auf einem goldenen Thron zu Gottes rechten sitzen
Und Gott sei Dank hält Jehan die Zaubermünze zwischen den Zähnen, denn jetzt wird's brenzelig für sein eigenes Leben, er, der im Gegensatz zu einem Gott in einem toten Wirtskörper nicht überleben kann und Gefahr läuft, in der Zeit, in der sein Wirt gestorben ist, zu bleiben und schliesslich zusammen mit seinem Wirt zu sterben. Er drückt mit seinen Fingern auf die Münze mit dem Konterfei des vergessenen Kaisers Giton Britannicus und erscheint gleichzeitig in seinem Petit-Point-Fauteil vor seinem Rosenholz-Sekretär in seinem Arbeitszimmer auf dem Planeten G432 oder H741 mit Sicht auf das heiss brondelnde Lavameer. Jetzt hat er erreicht, was er immer wollte. Die Religion des einzigen Gottes existiert ja bereits, der Pharaon Eknataon, der mit dem Sohn Aleksandros, alias Troilus, dem Sohn vom Prinzen Alekis von Lakedaemonien, eng befreundet war, hat sie erfunden und Mosés erfuhr von ihr durch den Prinzen selbst und hat sie nach Palaestina gebracht. Die vier Testamente von vier verschiedenen Aposteln sind bereits geschrieben worden in dem Jahrhundert in dem Britannicus und Nero lebte und er braucht niemandem zu sagen, wer sie
tatsächlich geschrieben hat. Natürlich waren es ursprünglich bedeutend mehr der Testamente, die er schrieb oder schreiben liess, denn er sah voraus, dass ein fränkischer Mönch aus einem späteren Jahrhundert, mit dem Namen Iräus, wenn er sich richtig erinnert, einige davon als häretisch zerstören würde und da er nicht genau wusste, was dieser Iräus von diesen verschiedenen Beschreibungen des Lebens Christi als "nicht häretisch" bezeichnen würde, wollte er eine genügend grosse Anzahl Testamente in Umlauf bringen, unter anderem auch eines, das von einer Frau geschrieben worden war, denn es könnte ja sein, meinte er, dass zu dieser Zeit die Frauen die Weltgeschicke steuern würden und nicht die Männer! In dieser Sache hatte er sich ganz gründlich geirrt, natürlich und er hätte es sich eigentlich denken müssen, denn dieser Christus, den seine Aposteltestamente beschrieben war ja auch in seinen Ansichten zu den Geschlechtern nicht so fortschrittlich, wie man es in seiner Zeit war! Natürlich nur der Christus, wie er ihn erfand, denn erst jetzt, in diesem Jahrhundert der sogenannten Blüte der moslemischen Religion hat dieser Gottessohn, eigentlich er Jehan selbst, der in den Leib Giovannis schlüpfte während er ganz kurz nur bewusstlos in der kalten Salzflut des Mittelmeeres schwebte, sein Leben als ein Märtyrer gelebt, natürlich ein Märtyrertum, das nicht genau dem entspricht, was in den übrig gebliebenen Testamenten beschrieben wird, das aber ein menschliches Leben ist, mit allen irdischen Attributen ausgestattet, und auch mit allen irdisch nur denkbaren Qualen gelebt wurde, wohl aber einige Zeit nach der Verfassung der Testamente! Und was besonders wichtig war, in Jehans Auffassung, ist das der Körper dieses Ali, alias Giovanni, der anstelle des in den Testamenten beschriebenen Gurus Christus einen Märtyrertod gestorben ist, sowohl äusserlich wie innerlich von den Händen und vom Samen seiner Herren als der Ihre gekennzeichnet worden, mehrmals sogar und von mehreren führenden Kriegern und Reichen und wurde von seinem letzten Besitzer sogar exemplarisch gekreuzigt eigentlich für eine Lapalie für die er eigentlich nichts konnte, wie dieser Christus, was dann aber nachher nicht gestorben, wie es die andern gerne gehabt hätten, sondern lebte weiter! Diese Inkarnation (wenn man es denn so nennen will) des Jehan, hat aber auch wie der Sohn Gottes unter den Ungläubigen gelebt und hat fast unbeschreibliche Qualen erdulden müssen und sein unwürdiges Leben (wie es der Bischof von Chur aus dem 21. Jahrhundert sagen würde) frühzeitig auf dem Kreuz ausgehaucht. Damit hat Jehan, der schlimme Gottesverächter, für seine von seinem Vorfahren geschaffene Religion auch den Märtyrer geschaffen, der nötig ist, damit eine Religion Erfolg haben wird! Und von diesem Gottessohn wird man später nur konkret wissen, dass er aus derTalmudschule rausgeschmissen wurde, weil er den Frauen zuviel nachschaute! Ironie des Schicksals. Ali, alias Giovanni, nicht der Giovanni notabene, der ein Bruder des sündigen Ritters von Ardez war der später Heilig gesprochen wurde, denn das Leben des Ali erscheint ja wohl als ein mehrjähriges Leben, hat aber nur einige Minuten oder nur Sekunden gedauert, wie der, der über die Zeitmaschine Jehans, die äolische Hafre gelesen hat, es wohl weiss. Der "falsche" Giovanni, wie man ihn nun so nennen könnte um ihn vom Giovanni mit den mehrfachen Adelstitel abzugrenzen, der nur Männer liebte, als er seine Qualen als Leid- und Lustsklave seiner verschiedenen Herren erdulden musste, soll den Frauen zuviel nachgeschaut haben! Wohl kaum, was man ihm höchstens vorwerfen kann, ist, dass er zuwenig von den Frauen hielt und sich als Mann wie eine Frau, die nur passiv Schmerzen erduldete, benahm! Das ist etwas, was die Moralapostel unserer Zeit einem Manne am meisten vorwerfen würden, notabene! Wobei sein Benehmen von dem des überlieferten Jesus doch nicht so sehr verschieden gewesen wäre! Doch Jehan, der in seinem Wirtskörper die Zeichen verschiedener reichen und herrschsüchtigen Menschen seiner Zeit tragen musste, hat erreicht, was er erreichen wollte, der Giovanni in dessen Körper er sich ge-äolisch-harfet hat, hat aus der Judenreligion, in die sich der von seinem Vorfahren Prinz Aleksis von Lakedaemonien gelehrte Monotheismus, gewandelt hat, eine Religion in einer Sackgasse quasi, eine Religion gemacht, die durchaus auch von nicht beschnittenen Menschen akzeptiert werden kann und sich in Zukunft mächtig ausdehnen wird, und hier hat sich Jehan wieder getäuscht, das Judentum ist auch ohne Veränderung in das Christentum nicht untergegangen ganz im Gegensatz zur Religion die Mosé von Alekis übernahm und den Juden brachte! Andere von ihm später bewohnte Menschen werden diese Religion im römischen Reich etablieren, darunter ein kaiserlicher Prinz, der scheinbar von seinem Halbbruder vergiftet wurde, der aber grauenhafte Folterqualen durchleiden musste die ihm sein Halbbruder, der ihn anschliessend mit einem Gegengift wieder reanimierte, antat und dann als erster christlicher Kaiser auf dem römischen Kaiserthron sass, wenngleich ihm diese Funktion nicht behagte und er nach kaum einem Jahr herniederstieg von diesem Thron und bis zum Ende seines Lebens ein asketisches Heremitenleben führte, um zur richtigen Religion zu finden. Die Arbeit Jehans ist durchaus nicht fertig. Doch vorerst kann er zurücklehnen und eigentlich hat er, er muss es leider zugeben, seine Folterqualen noch genossen, doch für die Märtyrerfigur des Jesus beginnt jetzt der schöne Teil des neuen Lebens nach dem Tod, das was spätere Schriften als seine Reise in die Hölle und später sein Flug zurück in den Himmel beschrieben haben! Und für die Theologen, die vom realen Leben des Märtyrers Jesus Christus nichts Genaues wissen, den erwiesen ist nicht, das er je lebte, aus diesen Testamenten später herauslesen, darüber hat er bereits genug geschmunzelt als er diese Schriften las! Denn auch hier ist es wieder Jehan, der den Körper des Ali, alias Giovanni bewohnt, denn er kann es nicht verkneifen, die äolische Harfe ein weiteres Mal in Schwingung zu versetzen und zurück in den Körper Alis zu kehren